Martin Jucker – Juckerfarm

Der Juckerhof wird bereits in der fünften Generation von der Familie Jucker geführt. Martin (links) und sein Bruder Beat haben ihn damals von ihren Eltern übernommen und wohnen mit ihren eigenen Familien mittlerweile auf dem Juckerhof in Seegräben.

Martin&Beat Jucker_vor Hofladen_quer

Als sie den Hof übernahmen, war beiden klar, dass sie vom reinen Obstanbau und -verkauf nicht längerfristig würden leben können, deshalb suchten sie nach neuen Alternativen. Sowohl Martin als auch sein Bruder folgen stets ihrem Bauchgefühl. Beide sind keine grossen Theoretiker, sondern Naturburschen. Sie probierten neue Ideen lieber gleich aus, anstatt lange darüber zu reden. So kam es, dass sie schliesslich 50 Tonnen Kürbis auf ihren Feldern hatten und nicht mehr wussten wohin damit. Sie stapelten sie erstmal im Hof, wo sie dann von den Hofbesuchern für eine Ausstellung gehalten wurden. Und siehe da, der Kürbismarkt war geboren und erfreut sich seither jedes Jahr grosser Beliebtheit. Nach dem Erfolg wagten es die Brüder, gross zu träumen, und wollten mit ihren Kürbissen die ganze Welt erobern. Schnell mussten sie aber erkennen, dass dies ein Traum bleiben würde. Stattdessen fanden sie zurück zu ihren Wurzeln, auf dem Hof sollte wieder mehr wie früher gearbeitet werden. «Grossmutter hätte nie einen Apfel weggeworfen», meint Martin, «die schönen kamen in den Hofladen und die etwas weniger vorzeigbaren wurden dann eben zu Apfelmus verarbeitet.» Genau dieses System, dass sich in der modernen Zeit «No Foodwaste» nennt, setzen sie mit zahlreichen Verkaufsartikeln und dem Hofrestaurant um.

Heute finden sich mehrere hundert Artikel im Hofladen, von eingelegtem Gemüse über Marmeladen und Chutneys bis hin zum selbstgebackenen Brot aus eigenem Getreide. Auch im Restaurant mit der grossen Sonnenterrasse wird nur serviert, was vom Hof selbst stammt. Hinzu kommen auch noch spannende Events für gross und klein, von Kinderbasteln und Geburtstagen bis hin zu Seminaren und Hochzeiten. Damit kreieren die Brüder nicht nur natürlichen Genuss, sondern auch unvergessliche Momente.

Auf den mittlerweile drei Juckerhöfen wird alles mit Herz, Verstand und Liebe gemacht. Maschinen unterstützen den Prozess nur da, wo Hilfe unbedingt nötig ist. Oft sind es sogar noch alte Exemplare im traditionellen Stil. Hier bestimmt die Natur das Tempo, sei es bei der Expansion oder bei neuen Produkten. Die tiefe Verwurzelung in der Landwirtschaft ist in jedem Handgriff und in jeder Entscheidung spürbar. Beide Brüder haben eine landwirtschaftliche Ausbildung absolviert und sich so eine optimale Grundlage geschaffen.

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