Weil er die Zürcher Bierwelt geprägt hat…

… haben wir uns über das Interview mit Adrien von Turbinenbräu sehr gefreut, und wollen es gern mit Euch teilen.

Der Satz «Drei Studenten beschlossen …» leitet oft die wildesten Geschichten ein. Im Fall von Adrien ist es aber der Beginn einer grossen Erfolgsgeschichte und für uns der Start einer langjährigen vertrauensvollen Zusammenarbeit. Vor über zwanzig Jahren gründeten drei Visionäre, mit dem festen Glauben an Bier aus der Region, eine Brauerei. Damals eine mutige Rettungsaktion der Zürcher Bierkultur, ist die Turbinenbräu heute eine der grössten Brauereien in Zürich.

Alle Namen eurer Biersorten sind dem Rennsport gewidmet, das ist kein Zufall oder?

Nein, ich bin ein absoluter Radsportfan, fahre selbst auch Rad und bin vor allem als Student sehr oft auf der Rennbahn in Oerlikon gewesen. Goldspring, unser erstes Bier, trägt den Namen des ersten Zürcher Sechs-Tage-Rennens, bei dem es einen Goldbarren für den Gewinner gab. Das Konzept hat sich dann schnell etabliert. Ich habe eine lange Liste mit Namensentwürfen, die ich bei der Konzipierung von neuen Bieren immer mal wieder hervorhole.

Eine simple Schlagzeile brachte Dich damals auf den Gedanken, mit zwei Kommilitonen die Brauerei zu gründen. Würdest Du das heute wieder so machen?

Ja und Nein. Der Erfolg gibt uns Recht, jedoch gab es vor allem am Anfang viele Hürden zu meistern. Vor allem in der ersten Brauerei in der Pfingstweid zeigte sich bald, dass ein durchdachtes Konzept fehlte. Da mussten dann Säcke mit Hopfen einfach mal von Hand geschleppt werden, weil wir kein Silo hatten. Bei der zweiten und heutigen Brauerei haben wir vieles besser gemacht. Vielleicht würde ich heute von Anfang an alles etwas detaillierter planen.

Heute ist die Brauerei eine der grössten in Zürich und ihr habt sogar ein Restaurant. Wie kam es dazu?

Wir hatten die richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt. Als wir damals mit der Brauerei starteten, gab es die Bedürfnisklausel, dass es pro 100 Einwohner nur eine Kneipe geben durfte. Kurz nach unserer Eröffnung wurde diese jedoch aufgehoben und es kam zu einem regelrechten Kneipen-Boom. Die mussten natürlich auch Bier anbieten und da kamen wir ins Spiel. Das hat uns Tür und Tor in den Markt geöffnet. Das Restaurant kam erst viel später dazu. Es liegt aber nahe, da Bier ein Ausdruck von Geselligkeit ist und wo sitzt man gemütlicher zusammen und geniesst das Leben als in einem Restaurant?

Kannst Du Bier überhaupt noch geniessen oder ist es für Dich zu einem reinen Beruf geworden?

Ich trinke heute viel lieber Bier als früher und je mehr ich darüber lerne und das tue ich auch heute noch täglich, umso besser schmeckt es mir. Es wird auch sehr viel spannender, denn je mehr ich darüber weiss, umso mehr schmecke ich die Komplexität und die verschiedenen Zwischenstationen. Da ich mir aber auch darüber im Klaren bin, wie viel Arbeit darin steckt, weiss ich es viel mehr zu schätzen und trinke viel bewusster.

Was bedeutet Dir Nachhaltigkeit?

Nun, ich denke hier geht es auch um eine Tradition, die wir bei uns weiterführen. Ein altes Handwerk, über Jahrhunderte perfektioniert und weitergereicht. Aber auch geht es darum, den Stolz der Region aufrechtzuerhalten. Wir hatten damals das grosse Glück, dass wir die Bierkultur Zürichs tatsächlich retten konnten, obwohl uns zu Beginn alle nur für Träumer hielten.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit JACK&JO und was bedeutet sie Dir?

Prinzipiell liegt mir natürlich jede Zusammenarbeit sehr am Herzen. Es ist schon etwas ganz Besonderes, in ein Restaurant zu gehen und zu sehen, wie die anderen Gäste dein Bier trinken. Natürlich nochmals mehr, wenn sie sich auch darüber freuen. Bei JACK&JO gefällt mir zudem das Konzept. Auch hier wird sehr auf Regionalität gesetzt, und das war ja schliesslich der ausschlaggebende Punkt für mich, die Brauerei damals zu gründen.

Und wie sehen Deine Träume für die Zukunft aus?

Dass die Turbinenbräu-Brauerei weiter wächst und ich noch einige Jahre meine volle Energie und Passion in unsere wundervollen Produkte einfliessen lassen kann.

Wir haben uns gefreut, dass Du Deine Geschichten mit uns geteilt hast, Adrien. Vielen Dank!


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Posted by Natascha

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