Weil er sich selbst treu bleibt…

…freuen wir uns umso mehr, unser Interview mit Michi, das wir auf seinem Hof Guldenberg mit ihm führen durften, mit euch zu teilen.

Michael Lienhard hat den Hof Guldenberg 2011 von seinem Vater übernommen. Er führt ihn mit unglaublicher Hingabe für Regionalität und Nachhaltigkeit. Deshalb freut es uns sehr, seit der Eröffnung von JACK&JO mit ihm zusammenzuarbeiten. Im Gespräch erzählt er, wie wertvoll Hofprodukte sind.

Michi, Deine Familie führt den Betrieb seit 1966, Du seit 2011. Was hat sich in all den Jahren verändert?

Die Ansprüche der Kunden sind heute ganz andere als früher. Der Trend geht weg vom Alkohol, hin zu frischen Fruchtsäften und zuckerarmen Schorlen. Auch die Milchproduktion hat sich stark verändert: 2004 hatten wir nur einen kleinen Laufstall, heute haben wir 90 Milchkühe. Den Hofladen hatte schon mein Grossvater. Ich halte daran fest, unsere Produkte selbst zu verkaufen und kann dies nun dank der Zusammenarbeit mit Gastronomiebetrieben in einem viel grösseren Rahmen betreiben.

Du lieferst uns den köstlichen Butterzopf und das knusprige Puurebrot. Verrätst Du uns das Familienrezept?

Unsere Claudia stellt die Zöpfe mit viel Liebe her. Das Rezept stammt von meiner Grossmutter, natürlich kann ich die genauen Inhalte nicht verraten. Das Geheimnis liegt jedoch in der liebevollen Zubereitung von Hand, die wir bis heute beibehalten haben. Die Zutaten stammen von unserem Hof, das Mehl aus der Region. Auch die Mehlmischung enthält ausschliesslich regionales Getreide.

Die Milch beziehen wir ebenfalls von Dir. Melkst Du die Kühe noch selbst und begrüsst sie alle bei ihrem Namen?

Die Kühe melkt meine Frau mit unseren Auszubildenden. Aber ja, sie kennt jede Kuh mit Namen und erkennt diese auch einzeln wieder. Das ist aber nicht weiter überraschend, denn sie sind Teil unseres Lebens und wir verbringen viel Zeit mit ihnen. Es sind Lebewesen wie wir, das darf man nie vergessen.

Unsere Gäste lieben Eure Apfelsäfte und Schorlen. Wie geht das mit der Herstellung vor sich?

Die Apfelernte beginnt jeweils Mitte August und dauert bis zirka Mitte Oktober. Die Lese erfolgt komplett von Hand. Dafür haben wir auch Erntehelfer. Die Äpfel werden gepresst, der Saft abgesetzt, pasteurisiert und abgefüllt. Den Trester, also die Überreste der Äpfel, bekommen die Kühe. So bleibt der Kreislauf bestehen und es wird nichts verschwendet.

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger. Was bedeutet sie Dir?

Nachhaltigkeit ist unser oberstes Ziel, da wir sehr eng mit der Natur zusammenarbeiten. Wir lieben unsere Kühe, sie können sich frei bewegen im Stall. Denn: Gibst Du Deinen Kühen das Beste, geben sie Dir auch das Beste zurück. Für unsere Pflanzen und Obstbäume verwenden wir nur jene Chemikalien, die umweltschonend sind. Und wir setzen sie erst ein, wenn es nicht anders geht.

Was hat Dich dazu bewogen, mit uns zusammenzuarbeiten?

JACK& JO steht mit seinem innovativen Konzept für alles, an das ich glaube: Frische, Nachhaltigkeit, Regionalität. Es freut mich sehr, Euch als Partner gefunden zu haben und gemeinsam diese Werte zu leben. Ihr verarbeitet meine Produkte mit viel Liebe weiter, das bekommen auch Eure Gäste zu spüren.

Du hast uns gesagt, dass Dich die Konzeptidee von JACK&JO beeindruckt. Was war Deine beste Idee, seit Du den Hof übernommen hast?

Unser Hof liegt nahe bei Zürich. So kam ich auf die Idee, mit der Gastronomie zusammenzuarbeiten. Das war wohl eine der besten Ideen meines Lebens.

Danke für Deine Zeit und das Gespräch mit Dir!


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Posted by Natascha

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