Weil wir Weihnachten so sehr lieben, …

… dass wir dafür mit Dir um die ganze Welt reisen.

Fondue Chinoise, ein geschmückter Tannenbaum und viele Geschenke, Glühwein und „Christchindlimärt“. So sieht die traditionelle Feier an Weihnachten in der Schweiz aus. Aber wie stets eigentlich mit den anderen Länder? JACK&JO nimmt Dich mit auf eine kleine Weltreise rund um lustige Weihnachtstraditionen.

Umzüge und Piñata-Prügel in Mexiko
In Mexiko finden zu Weihnachten bunte Umzüge statt, bei denen die Unterkunftssuche von Josef und Maria nachgestellt wird. Der spannendste Teil an Weihnachten folgt danach. Ein Tongefäss wird mit Früchten und Süssigkeiten gefüllt und aufgehängt. Mit verbundenen Augen versuchen Kinder oder Erwachsene, den Topf dann zu zerschlagen, um an die süsse Füllung zu gelangen.

Stroh und ein übriges Gedeck in Polen
In Polen wird am Weihnachtabend der Tisch ganz besonders gedeckt, nämlich mit einem Gedeck zuviel, um einen „unerwarteten Gast“ bewirten zu können. Obwohl das Gedeck, so gut wie immer unbenutzt bleibt, ist dies seit Jahren feste Tradition. Unter das Tischtuch wird ausserdem Stroh gelegt. Die Halme werden von jedem Gast gezogen und deren Länge soll dann die erwartende Lebensspanne angeben.

Lagerfeuer und Strandparty in Australien
Weisse Weihnachten ist in Australien unmöglich, abgesehen von den weissen Sandstränden. Denn dort wird Weihnachten, im Sand sitzend, am Lagerfeuer und bis tief in die Nacht hinein gefeiert.

Geissbock und 38 Gänge in Schweden
Zum „Julfest“ an Weihnachten kommt in Schweden nicht nur der Weihnachtsmann, sondern auch der Julbock. Zum Essen gibt es reichlich, einige Menüs bringen es bis zu sagenhaften 38 Gängen.

Festmahl und Friedhöfe in Finnland
In Finnland besucht man am Weihnachtsnachmittag und frühen Abend die Friedhöfe, wobei die Gräber weihnachtlich geschmückt werden, mit sehr vielen Kerzen und Kränzen. Finnische Friedhöfe bieten bei Einbruch der Dunkelheit am 24. Dezember ein beeindruckendes Bild.

Bestechung und Feuchtfröhliches in Norwegen
Zum Weihnachtsdinner, das aus bis zu 60 verschiedenen Gerichten bestehen kann, wird in Norwegen reichlich Weihnachtsbier und zum Schluss Aquavit serviert. Und die norwegischen Kinder scheinen schon früh zu wissen wie es läuft, sie stellen dem «Julmann», als eine Art Bestechung für schöne Geschenke, eine Schüssel mit Grütze ans Fenster. Gibt’s keine Grütze, sollen die Wichtel jede Menge Ärger machen.

Schafe und Weihnachtszwerge in Island
Wir haben ein Christkind, aber Island fährt gleich mit 13 Zwergen auf! Die Gnome, die einem Weihnachtsmann ähneln, tauchen vor Weihnachten nach und nach auf. Der erste Weihnachtszwerg kommt am 12. Dezember, auf ihn folgt dann jeden Tag ein weiterer, bis am Heiligabend alle 13 Zwerge wieder zusammen sind. Da essen die Isländer dann zusammen das traditionelle Jolaar, das Weihnachtsschaf, dann geht jeden Tag wieder ein Zwerg bis Dreikönigstag am 6. Januar.

Küsse & Knallbonbons in England
In England geniesst man an Heiligabend gefüllten Truthahn und flambierten Plumpudding. Im Pudding ist eine Münze versteckt, die dem Finder einen Wunsch erfüllt. Beim Essen setzen die Engländer übrigens Papierhütchen auf und lassen Knallbonbons platzen. Und wer unter einem der diversen Mistelzweigen, mit dem die Türrahmen geschmückt werden, auf jemanden trifft, darf ihn sogar küssen.

Schweissperlen und Kunstschnee in Kenia
Zur Weihnachtszeit herrscht in Kenia Hochsommer, der die Weihnachtsmänner, nicht wie bei uns zum Bibbern, sondern eher ins Schwitzen bringt. Der einzige Schnee bleibt der von Hoteliers für die Touristen auf Restaurantscheiben gesprühte Kunstschnee.
Und das grosse Festmahl? Das gibt es auch, allerdings müssen hier die Kinder ran. Sie reinigen das Haus, dekorieren und bereiten das Essen zu. Auf den Tisch kommt Fladenbrot und Fleisch in allen Varianten, besonders beliebt sind Huhn oder Ziege. Am Morgen des 25. Dezembers wird eine Ziege geschlachtet, deren Fleisch in der Familie verteilt wird. Danach geht man von Haus zu Haus, um überall fröhliche Weihnachten zu wünschen und Geschenke auszutauschen. Zum Ausklang des Festes wird bis in den Morgen ausgelassen getanzt.

Lieder und Süßigkeiten-Scheißer in Katalonien
In der Weihnachtszeit wird von den Kindern in Katalonien ein Baumstamm mit Beinen, einer Mütze und einem aufgemalten Gesicht verziert und unter eine Decke gelegt, damit ihm nicht kalt wird. Dann singen die Kinder ein spezielles Lied und klopfen mit Stöcken auf den Stamm, bis die Süssigkeiten unter der Decke hervor quillen. Daher hat die lustige Figur, die vermöbelt wird, auch ihren Namen: «Tió de Nadal» heisst übersetzt so etwas wie «Süsigkeiten-Scheisser». Dazu noch ein lustiger Fakt: Die wichtigste Krippenfigur in Katalonien ist „el Caganer“, der „Scheißer“. Der heißt wirklich so, er erledigt etwas abseits vom Jesuskind mit heruntergelassenen Hosen sein Geschäft.

Hexen-Stuhl und schnelle Flucht in Ungarn
Um den ungarischen Hexen zu entkommen, wird ab dem 13. Dezember der Luca-Stuhl gebaut. Er besteht aus sieben verschiedenen Holzarten und soll eine schützende Funktion besitzen. Genau an Heiligabend muss er fertig sein und wird dann zur Christmette mitgenommen. Dort stellen sich die Ungarn auf den Stuhl und halten nach Hexen Ausschau. Die Schutzfunktion setzt allerdings eine schnelle Flucht voraus, sieht man eine Hexe, schnappt man sich den Stuhl und rennt damit nach Hause, am besten wirft man dabei noch Mohnsamen auf den Boden, die die Hexen alle schön brav aufsammeln müssen, bevor sie die Verfolgung wieder aufnehmen können. Zuhause angekommen, verbrennt man dann schnell den Stuhl. Ganz schön anstrengend, dafür ist man dann aber auch für das ganze nächste Jahr vor den Hexen sicher.

Telefonstreiche und neue Ehegatten in Russland
An Weihnachten nehmen die russischen Frauen die Zügel selbst in die Hand, oder besser gesagt das Telefon. Hier wird erst ab dem 7. Januar gefeiert, ab dem 6. Januar beginnt bei den Singlefrauen jedoch bereits die zwölftägige Suche nach ihrem zukünftigen Ehemann – und zwar auch indem wahllos Nummern ins Telefon eingetippt werden. Der Mann, der drangeht, soll dann der Zukünftige sein. Ob viele Männer in dieser Zeit wohl den Hörer absichtlich neben die Gabel legen?


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Posted by Natascha

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